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Bundesfeier 2026 in Wiesendangen

Traditionell organisiert die Gemeinde Wiesendangen jedes Jahr am 1. August eine Bundesfeier für die Einwohner. Im Jahr 2026 fand der Anlass im Rosenhof Bertschikon statt. Ab 18 Uhr war die Festwirtschaft in Betrieb. Der 500er Club und der Frauenverein Bertschikon verwöhnten die zahlreichen Gäste mit Speis und Trank. Das DUO OHO Sägesser Inderbitzin begleitete musikalisch mit Akkordeon und vielen verschiedenen Blasinstrumenten gekonnt und abwechslungsreich durch den Abend.

Um 20 Uhr begrüsste Gemeinderat Andi Müller die Anwesenden mit einer kurzen Ansprache und eröffnete das offizielle Festprogramm.

Es folgte die 1. August-Rede von Christoph Bolli, EVP (Ortspartei).

Im ersten Teil seiner Ansprache ging Christoph Bolli auf die Entstehung und Geschichte der Schweiz ein. Nach dem Rütlischwur anno 1291 begann die Schweiz zu wachsen. Die grosse Zäsur kam mit der verlorenen Schlacht von Marignano im Jahr 1515. Danach hat die Schweiz nie wieder fremdes Territorium angegriffen und verhält sich seither neutral. Vom Dreissigjährigen Krieg (1618 bis 1648) blieb die Schweiz dank ihrer Neutralität verschont. Im Frieden ab 1648 wurde die Schweiz international als unabhängig anerkannt. Leider konnte sich Christoph Bolli nicht verkneifen darauf hinzuweisen, dass heute alles anders sei und die Neutralität nicht mehr die gleiche Rolle spiele. Die Schweiz müsse heute international Stellung beziehen. Als SVP können wir da nur entschieden widersprechen. Heute ist nichts anders als früher. Man kann sich moralisierend in fremde Händel einmischen und mit der einen oder anderen Seite paktieren oder man kann es bleiben lassen. Ob dreissigjähriger Krieg, 1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg, Ukrainekrieg, Nahostkrieg oder sonstige fremde Händel, die Schweiz tut immer das Richtige, wenn sie neutral bleibt. Die Argumentation, heute sei alles anders, ist völlig aus der Luft gegriffen und absolut faktenfrei.

Im zweiten Teil seiner Ausführungen thematisierte Christof Bolli die Gegenwart und die Zukunft. Dabei blieb er ausgesprochen zurückhaltend, verwendete primär positiv besetzte Begriffe und vermied es weitgehend, konkret zu werden. Solidarität, Hoffnung, Zusammenhalt und Miteinander dominierten diesen Teil der Rede. Auf die Natur und das Klima sollen wir achten. Bäume pflanzen und Verzicht üben. Für eine Ansprache zum 1. August ganz o.k. Da sollen keine Gräben aufgerissen, sondern die nationale Einheit betont und gestärkt werden.

Die Zuhörer verdankten Christoff Bollis Rede mit grossem Applaus.

Der Festakt endete würdevoll, aber frühzeitig mit dem gemeinsamen Singen der Landeshymne.

Der geplante Fackelzug zum Höhenfeuer und das Höhenfeuer selbst fielen dem trockenen Sommer zum Opfer. Deshalb klang der Abend im Rosenhof Bertschikon ganz gemütlich aus, mit Musik, Gesprächen und Bewirtung bis weit in die Dunkelheit hinein. Es war eine schöne Feier.

Die SVP dankt dem Bundesfeierkomitee und allen, die durch ihre Mitwirkung zum guten Gelingen der Bundesfeier 2026 beigetragen haben.

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