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SVP bi de Lüt in Hagenbuch

Mit dem Format «SVP bi de Lüt» wird die Schweizerische Volkspartei ihrem Namen im besten Sinn gerecht. Mandatsträger der SVP treffen sich an öffentlichen Veranstaltungen mit interessierten Bürgern, berichten aus dem politischen Alltag und tauschen sich völlig ungezwungen mit dem Publikum aus. Näher am Volk kann eine Partei nicht sein.

Auf Einladung des SVP-Bezirks Winterthur berichteten am 24. Juni 2026 die Nationalräte Therese Schläpfer und Martin Hübscher im Restaurant Sonnenhof in Hagenbuch über Eindrücke und Themen der Sommersession unseres Parlamentes.

Thomas Müller, Präsident der SVP-Sektion Hagenbuch-Schneit, eröffnete die Veranstaltung mit einer freundlichen Begrüssung der Anwesenden. Danach richtete Rahel Fritschi, Präsidentin des SVP-Bezirks Winterthur und Mitorganisatorin des Anlasses ein paar Worte an die Runde und stellte die beiden Nationalräte vor.

Therese Schläpfer und Martin Hübscher berichteten anschliessend gemeinsam über Themen und Aktivitäten der Sommersession in Bern. Gekonnt wechselten sie sich ab, beleuchteten die Themen kurz, kurzweilig und sehr informativ. Sicher wussten alle Anwesenden bereits, dass das AKW-Verbot vom Parlament aufgehoben, das Mercosur Freihandelsabkommen abgelehnt und für die Finanzierung der 13. AHV-Rente eine Erhöhung der MWSt beschlossen wurde. Doch wie oberflächlich bis falsch die Medienberichte oft sind, wird erst greifbar, wenn man von den Protagonisten direkt aus dem Epizentrum des politischen Betriebes informiert wird.

Die Ablehnung des Mercosur Freihandelsabkommens ist ein Paradebeispiel, das wir aus dieser Veranstaltung herausgreifen möchten. Die Medien hatten uns berichtet, dass das Abkommen im Parlament scheiterte, weil die Bauern höhere Kompensationen vom Bund wollten. Anstelle von den angebotenen Ausgleichszahlungen in Höhe von 185 Millionen Franken, würden die Bauern 880 Millionen Franken zusätzliche Subventionen fordern. Weil ihnen diese 880 Millionen nicht gewährt wurden, hätten sie zusammen mit rotgrünen Kreisen eine ablehnende Mehrheit im Parlament erwirkt.

Nationalrat Martin Hübscher, selbst ein Bauer, klärte sachlich auf. Das Mercosur-Abkommen erhöht tatsächlich den Druck auf die hiesigen Bauern, weil bedeutende Kontingente, insbesondere Fleisch, aus den Mercosur-Staaten in die Schweiz exportiert werden können. Der Wettbewerbsvorteil liegt ganz klar bei den Mercosur-Landwirten, die bedeutend günstiger produzieren können. Völlig falsch ist allerdings der Vorwurf, die Bauern würden 880 Millionen zusätzliche Subventionen fordern. Richtig ist, dass die Bauern Investitionszuschüsse in genannter Höhe vom Bund in Form von rückzahlbaren Krediten fordern. Mit gescheiten Investitionen soll die Landwirtschaft konkurrenzfähiger gemacht werden. Der Bauer muss, um einen solchen Kredit zu erhalten, doppelt so viel Geld aus eigener Tasche beisteuern, wie er Kredit erhält. Und diesen Kredit muss er vollständig zurückzahlen. Ein Kredit ist keine Subvention. Die Medien haben demnach falsch informiert.

Martin Hübscher hat bestätigt, dass auch die Bauern die Notwendigkeit von Freihandelsabkommen mit vielen Ländern auf der ganzen Welt sehen und für richtig halten. Wie alle anderen Wirtschaftszweige, wollen allerdings auch die Landwirte nicht als Kollateralschaden internationaler Verträge ins Abseits gedrängt werden. Ihre Forderung, beim Bund vorübergehend Investitionskredite aufnehmen zu können, ist daher legitim und keineswegs überrissen. Martin Hübscher ist zuversichtlich, dass sich eine einvernehmliche Lösung für dieses Problem finden lässt und das Mercosur Freihandelsabkommen schon bald mit Zustimmung der Bauern die parlamentarische Hürde überspringen kann.

Unser Dank geht an die Organisatorinnen Rahel Fritschi und Therese Schläpfer, an die Nationalräte Therese Schläpfer und Martin Hübscher sowie an das Team des Restaurants Sonnenhof, das uns hervorragend bewirtete.

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